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Naturgewalt zerstört das bergige Land, Haiti

Erdbeben Haiti

Am 12.01.2010 kurz vor 17 Uhr ging ein Erdbeben in Haiti los. Das Erdbeben erreichte die Zahl 7.0 auf der Richterskala. Über 200.000 Menschen starben und weitere werden vermisst. Eine schreckliche und traurige Situation. 2 Millionen Kinder sind jetzt waise und in einer traumatischen Lage, viele sind nicht ansprechbar, verhaltensgestört. Einige schlafen neben den verstorbenen Familienmitgliedern.

Tausende Leichen wurden schon geborgen. Sorgen bereiten nun aber die Hygienezustände, es besteht Seuchengefahr, da es zu wenig Wasser gibt und es hohe Temperaturen herrschen, können schneller Bakterien bilden und auch schnell ausbreiten. Und trotz der misslichen Lage, spricht die EU, die Karibikinsel als “stabil” aus. In kleinen Städten und Dörfern ist noch keine Hilfe angekommen, wie z.B. in der Stadt Jacmel. Keine Ärzte und auch keine Helfer waren nach dem Erdbeben dort gewesen. Jetzt wurden von der “Plan International” 4000 Zelte, hunderte Notfallpackete mit Wasser, Trockennahrung, Tassen und Tellern in die Stadt geschickt.

Aber reicht das aus? Nach Einschätzungen des Präsidenten der benachbarten Dominikanischen Republik, Leonel Fêrnandez, braucht Haiti 10 Milliarden Dollar (7 Milliarden Euro), um alles wieder aufzubauen. 100 Millionen Dollar aus der USA ging kurz nach dem Erdbeben nach Haiti. 400 Millionen Euro stellte die EU aus. Und es folgen noch Spenden von Hilfsorganisationen. Die deutschen Spender haben 1. Million gesammelt, RTL und ARD gleich 2. Millionen.

Die Menschen sind am Ende. Alles was ihnen mal gehörte haben sie durch das Erdbeben verloren. Die Zustände dort sind grauenhaft. Kein Wasser, kein Essen. Sie sind so verzweifelt, dass sie nicht zurückscheuen, in die Läden einzubrechen und Essen zu stehlen. Die meisten suchen immer noch ihre Verwandten und Freunde. Das starke Nachbeben hatte die letzten Hoffnungen der Einwohner genommen. Doch immer wieder werden Menschen aus den Trümmern befreit. Vor zwei Tagen entdeckten Helfer zwei Kinder aus Haitis Hauptstadt Port-au-Prince.

Die medizinischen Versorgungen werden von Tag zu Tag immer besser. Auch die Essensvorrätte scheinen nun einmälig auszureichen. Immer mehr Helfer siedeln sich in Haiti an und das Rote Kreuz wird ein Jahr die Einwohner von Haiti unterstützen. Weitere Spenden sollen kommen.

[ aboutpixel.de / erdbeben © Sven Brentrup ]

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julka16 Autor: Julia
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