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Bewegung Fehlanzeige? Warum Sport glücklich macht

Jun 13 2014

Bewegung ist in der heutigen Gesellschaft oft ein Fremdwort. Mobile Geräte, Internet und zahlreiche Dinge, die das Leben komfortabler machen wie Rolltreppen, Fahrstühle und Fortbewegungsmittel sorgen dafür, dass sich zwar die Welt ständig bewegt, aber die Menschen immer weniger. Körperliche Anstrengung ist selten notwendig, alles funktioniert automatisch. Der daraus resultierende Bewegungsmangel bringt eine Welle der depressiven Verstimmungen mit sich. Denn anders als oft vermutet wird, hängen Glück und Freude nicht maßgeblich von Besitz, Reichtum und Erfolg ab. Sondern vielmehr von Bewegung.


Bewegung gegen schlechte Laune

Dass das digitale Zeitalter zahlreiche Vorteile mit sich bringt, ist und bleibt unbestritten. Doch die damit einhergehende Bewegungswüste hat gleichermaßen ihre Daseinsberechtigung. Smartphones, Tablets, Spielekonsolen und viele andere Geräte, haben dazu beigetragen, dass sich die Menschheit weniger aktiv betätigt. Sport wird beispielsweise auf der Konsole vom Sofa aus betrieben und der Unternehmenserfolg hängt nicht wie früher von Muskelarbeit ab, sondern immer öfter von kreativen Tätigkeiten am Computer. Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Die Digitalisierung ist willkommen und die technischen Entwicklungen sind sowieso unaufhaltsam. Jedoch wird ein entscheidender Faktor maßgeblich vernachlässigt: die körperliche Aktivität. Denn kaum jemand schafft einen konkreten Ausgleich. Nur Wenige fordern ihren Körper regelmäßig, um die markanten Defizite auf dem Bewegungskonto zu beheben. Dabei ist Bewegung für ein glückliches Leben entscheidend.

Eine Tatsache, die nicht nur Glücksforscher bestätigen, sondern auch Unternehmen für ihre Werbekampagnen nutzen. Ein repräsentatives Beispiel liefert der Getränkehersteller Coca-Cola, der in einem YouTube-Video zu mehr „Freude an Bewegung“ aufruft. Mit der Kampagne „Movement is happiness“ will der Konzern auf den allgemeinen Bewegungsmangel und den Zusammenhang zwischen Bewegung und Freude aufmerksam machen. Die Aussagen im Video sind nicht weit hergeholt. Es ist bereits wissenschaftlich erwiesen, dass körperliches Training die Produktion eines natürlichen Antidepressivums ankurbelt. Das „VGF – nerve growth factor inducible protein“ wirkt gegen Depressionen und allgemein gegen schlechte Laune. „VGF“ schützt zudem vor dem mentalen Abbau im Alter, was nicht weniger bedeutend ist. Wer ein glücklicheres, gesünderes und zufriedeneres Leben anstrebt, kommt um mehr Bewegung nicht herum. Gleichzeitig hilft Sport vielen Menschen beim „Abschalten“. Denn egal ob Joggen, Fußball spielen oder Tischtennis – Wer ständig den Kopf voll hat und grübelt, findet in sportlicher Betätigung eine sinnvolle Ablenkung. Während der Körper aktiv beschäftigt wird, bleibt dem Kopf kaum Zeit, um sich Sorgen zu machen. Die Konzentration wird auf etwas Positives gelenkt. Voraussetzung hierfür ist, dass Bewegung Freude bereitet.

Spaß an Aktivität

Der positive Effekt von Aktivität entfällt, wenn sie keinen Spaß macht. Wer sich zum Sport quälen muss und nur übellaunig zur Hantel greift, wird früher oder später aufgeben. Der innere Schweinehund ist schließlich hartnäckig. Dauerhaft glücklich bleiben nur Diejenigen, die eine Tätigkeit ausüben, die Freude bereitet. Falls typische Sportarten nicht in Frage kommen und der Gang ins Fitnessstudio keine Glücksgefühle auslöst, können Alternativen wie Tanzen, Baden oder ähnliches die Lösung sein. Besonders vorteilhaft sind Aktivitäten in der Natur. Ein Spaziergang im Wald, Schwimmen im See oder Fahrradfahren sind Bewegungsmöglichkeiten, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen. Gemeinsam mit Freunden oder der Familie fällt Bewegung besonders leicht.

Freude an Neuem

Eine weitere Möglichkeit die Glückmomente zu steigern, besteht darin Neues zu erleben und zu lernen. Egal ob es sich um das Erlernen neuer Fähigkeiten handelt oder um das Erleben unbekannter Erfahrungen wie eine neue Sportart, ein neues Hobby oder eine langersehnte Reise in ein fremdes Land – alles was neu ist, wirkt sich positiv auf das Glücksempfinden aus. Lediglich die Eintönigkeit ist es, die depressiv macht und abstumpfen lässt.


Bildquelle: PublicDomainPictures, Bonoz (Ben Kerckx) / pixabay.com

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